Landshut Vodafon

Der Ausbau eines Glasfasernetzes für die Regierung von Niederbayern und weitere öffentliche Organe innerhalb der Innenstadt von Landshut machte eine archäologische Begleitung der Tiefbautätigkeiten notwendig. Unser Büro wurde mit der baubegleitenden Dokumentation der zu erwartenden Hinterlassenschaften beauftragt. Das lineare Projekt erstreckte sich über Teile der mittelalterlichen Innenstadt von Landshut mit insgesamt 13 Teilflächen. In 29 Schnitten wurden 29 Befunde angesprochen, meist Mauern, Auffüllungen, sowie einige Ausschnitte frühneuzeitlicher Gräber.

Innerhalb der Straßen wurde meist im Bereich der Gehwege auf eine Tiefe von maximal 80 cm gearbeitet, sofern dies möglich war. Vornehmlich zeigten sich in diesen Schnitten rezente Kabelzüge. Bei den Schnitten, die in der nördlichen Strassentrasse der Freyung angelegt wurden, zeigte sich in etwa 40 cm Tiefe das alte Katzenkopfpflaster. Damit ist bereits geklärt, dass das heutige Straßenniveau innerhalb des letzten Jahrhunderts um ein gutes Stück angehoben wurde.

Da ebenso ein Schnitt nördlich der Martinskirche durch den ehemaligen Friedhof angelegt wurde, konnten einige Grablegen in dem sehr schmalen Streifen freigelegt werden. Hier zeigte sich auch ein Teil der Friehofseinfassung, die relativ nah an den bestehenden Gebäuden angelegt war.

Andernorts waren ältere Befunde bereits vollständig zerstört, wie z.B. in der Theaterstrasse.