Landshut Neustadt

Innerhalb der Innenstadt von Landshut wurde über 2 Jahre (2015 – 2016) durch das Baureferat Landshut die Oberfläche der gesamten Neustadt erneuert. Unser Büro wurde mit der baubegleitenden Dokumentation der zu erwartenden Hinterlassenschaften beauftragt. Das Areal erstreckte sich über das Gebiet der gesamten Neustadt, wobei nicht nur das Straßenpflaster ausgetauscht wurde, sondern auch einige Rigolen eingesetzt wurden, die den Abfluß des Regenwassers gewährleisten sollen.

In 59 Schnitten wurden 44 Befunde angesprochen, wobei es sich meist um Mauerstrukturen, aber auch einige Auffüll- bzw. Planierhorizonte handelte. In mehreren Teilfächen wurden Reste des alten Straßenpflasters aufgedeckt. Datiert werden die Befunde zum größten Teil in die Moderne, nur wenige weisen in die frühe Neuzeit.

Durch die etwa 80 cm tief eingreifende, großflächige Baumaßnahme konnte das alte Kanalnetzwerk des ausgehenden 19. Jhs. freigelegt werden. Erwähnenswert ist ferner die Aufdeckung eines älteren Katzenkopfpflasters aus Flußkieseln. Am Eingangsportal der Jesuitenkirche am südlichen Ende der Neustadt konnte des Weiteren eine ältere  Substruktion der Vorgängeranlage des Portalaufgangs nachgewiesen werden. Es zeigte sich, dass das heutige Strassenniveau innerhalb des letzten Jahrhundert angehoben wurde.