Münsing

Die archäologische Ausgrabung in Münsing verteilte sich auf zwei Flächen. Die erste war von mittelalterlichen Befunden geprägt. Der bedeutendste davon war ein Grubenhaus, in welchem neben Keramik und Tierknochen auch Metallschlacke geborgen werden konnte. Da diese ein Nebenprodukt der Verhüttung ist, ist dadurch handwerkliche Tätigkeit belegt.

 

Die zweite Fläche nahmen Befunde vorgeschichtlicher Zeitstellung ein. Hauptsächlich handelt es sich dabei um drei verflachte Grabhügel und Nebenbestattungen der späten Bronzezeit bis Hallstattzeit (ca. 1‘300 – 450 v. Chr.). Im größten der drei Grabhügel mit ca. 16 m Durchmesser befand sich eine umlaufende, lockere Steinsetzung. Es wird angenommen, dass es sich dabei um Überreste einer Baustruktur handelt. Die Untersuchungen konnten zudem zeigen, dass alle drei Hügel in den Boden eingetieft waren. Zu den bedeutendsten Funden der Grabung gehören Teile nahezu vollständiger Urnengefäße.