Pleinting Umspannwerk

Die Lößböden an der Donau wurden seit jeher von Menschen genutzt. In der Umgebung des Umspannwerks in Pleinting waren bereits vorgeschichtliche und römische Siedlungsspuren bekannt. Die neuen Grabungen an einem Altarm der Donau konnten weitere Spuren aufdecken. Die Fundstelle wurde bereits seit 9‘000/7‘000 v. Chr. genutzt. In der ausgehenden Bronzezeit entstand eine wachsende Siedlung. Ein besonderer Befund aus dieser Zeit ist die Uferbefestigung an am alten Flussverlauf.
Aus den zahlreichen Siedlungsspuren, hauptsächlich bestehend aus Gruben und Pfostensetzungen, konnten 18 spätbronzezeitliche Hausgrundrisse rekonstruiert werden. Weitere Befunde bilden die Körper- und Brandbestattungen. Einige Befunde lassen im Vergleich zum Webstuhlfund in den 80er-Jahren Rückschlüsse auf entsprechende Parallelen zu.

Neben den zahlreichen Siedlungsfunden (Keramik, Buntmetall, Knochen) lässt der Feuchtboden an der ehemaligen Uferbefestigung mit der Erhaltung von organischem Material im weiteren Grabungsverlauf noch auf spannende Erkenntnisse hoffen.